
WEIHNACHTEN MIT FREUND*INNEN
Um die Weihnachtsszeit zu feiern, haben wir einige der Menschen kontaktiert, die wir in den letzten Jahren getroffen haben. Sänger*innen des Gemeinschaftschors. Aktzeichner*innen und -modelle. Mütter, die Skateboard fahren. Strickende aus Brixton. Wir haben sie alle zu weihnachtlichem Gebäck und einem Fotoshooting eingeladen. Und einander neu kennengelernt. Sie haben bei dieder Gelegenheit auch ein paar neue Freund*innen gefunden. Und wir haben alle versprochen, es beim nächsten Mal nicht so lange hinauszuzögern.
Was hat sich seit unserem letzten Treffen in der Werkstatt ereignet?
Pauline: Also, das Schaukelpferd, an dem einige von uns gearbeitet haben, ist jetzt fertig, und wir wollen es verkaufen. Und das Projekt Linus, in dessen Rahmen wir Decken machen für frühgeborene Babys und für Kinder und Teenager, die einfach eine Kuscheldecke brauchen, geht auch weiter.
Teresa: Wir bekommen Unterricht von einem tollen Schreiner. Da haben wir gelernt, sehr präzise Verbindungen zu fertigen, und es ist ein Hocker dabei herausgekommen. Und es gab Stunden für Leute, die noch nie mit Holz gearbeitet haben, das war klasse.


Und wie feiert die Werkstatt Weihnachten?
Teresa: Wir bringen oft Essen mit und machen irgendwann über Weihnachten eine Feier.
Pauline: Schon die kleine Snack-Bar, die wir letztes Jahr hatten, fühlte sich für mich wie Weihnachten mit der Familie an. Viel mehr als in den vorherigen Jahren.
Teresa: Die Gemeinschaft wächst und blüht, wird definitiv zu Freundschaften, oder? Es ist erstaunlich, wie man Menschen trifft, von deren Leben man keine Ahnung hat, und es sich entwickelt, wenn man verschiedene Seiten der Menschen sieht.
Pauline: Ja, Freundschaften wachsen daraus.
Teresa: Man geht durchs Leben und denkt, man hat nicht viel gemeinsam, wenn man sich die Menschen ansieht, und dann merkt man, dass man durch die Werkstatt und die Gemeinschaft als Ganzes viel mehr gemeinsam hat, als man je geglaubt hat. Es ist wirklich ein wunderbarer Ort.
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Was ist seit unserem letzten Treffen in der Welt von Some Voices passiert?
Helen: Sie hat sich erweitert. Wir haben mehr Chöre. Wir haben einen in Paris und Amsterdam gegründet. Wir waren in den Radio 1 Studios und haben einen Song von den Saturdays gesungen. Am Bahnhof Kings Cross haben wir einen Flashmob für die TV-Show The Piano gemacht. Wo immer du im Land bist, ist wahrscheinlich ganz in der Nähe ein Some Voices Chor oder Auftritt.
Und wie sieht Weihnachten für Some Voices aus?
Dave: Es gibt immer eine Weihnachtsaufführung, die tendenziell ein bisschen mehr glitzert.
Helen: Denn jeder möchte Glitzer tragen. Alle lieben ihre Pailletten, sogar die Jungs.


Helen: Der Chor bedeutet wirklich alles. Als Erwachsener wird es schwieriger, neue Freunde zu finden, besonders in London, wo jeder so beschäftigt ist. Aber der Chor ist eine Gelegenheit für alle, zusammenzukommen. Es ist so schön, zusammen zu singen, und wenn menschliche Stimmen harmonisch singen, berührt das einfach.“
Elle: Wir haben Yarn Bombing gemacht! Wir fertigen gehäkelte Blumen an, die Bäume in einem Park in Lambeth bedecken werden. Und wir haben einen weiteren Strick- und Häkelmarathon in der Southwark Cathedral veranstaltet. Es waren über 400 Menschen dort.
Elena: Und unser größtes Projekt ist Blankets for London. Wir bringen den Leuten in kostenlosen Workshops bei, wie man strickt und häkelt. Und wir machen wunderschöne Decken, die wir an derzeit Obdachlose spenden. Wir haben nur in Lambeth gearbeitet, als wir White Stuff das erste Mal getroffen haben, aber jetzt sind wir in ganz London aktiv und spenden an fünf verschiedene Stadtbezirke. Es ist eine sehr weihnachtliche Sache, da wir die Decken im Dezember verteilen.


Elena: Ja. Eine Sache, wenn man Wohnungslosigkeit erlebt, besonders wenn man auf der Straße schläft, ist, dass die Menschen dich oft nicht wirklich als Person wahrnehmen. Geschenke zu erhalten und schöne Dinge zu haben, die dich glücklich machen, ist ein wesentlicher Teil des Menschseins.


Hana: Eine Maschine zum Fäden vernähen!
Elena: Ich weiß, was ich unseren Begünstigten geben würde. Ich würde Wohnstabilität geben. 1000 %.
Felicity: Nun, Weihnachten ist eine schwierige Zeit für Skater, besonders im Vereinigten Königreich, weil es nass und kalt ist und schwer ist, hinauszukommen.
Yen: Wenn ich uns etwas schenken könnte, wäre es ein Indoor-Skatepark!
Felicity: Ja, jede Skater-Mama wünscht sich zu Weihnachten einen Indoor-Skatepark. Ich denke, ein knapper zweiter Platz wären ein paar dieser Polster. Hüftpolster und Gesäßpolster. Ich habe meinen Mädchen zu Weihnachten ihre ersten Skateboards gekauft, und sie das Skateboard am Weihnachtsmorgen auspacken zu sehen, war einfach zauberhaft.“


Alix: Ich wollte schon immer auf ein Board, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich das darf. Als Frau, in meinen 30ern, als Mutter. Aber Skate Mums hat mir Sicherheit und Raum gegeben, das zu tun, was ich mich nie allein getraut hätte.
Felicity: Ich denke, das, was wir alle gemeinsam haben, ist die fürsorgliche Rolle, die nicht wirklich mit einem gefährlichen Sport wie Skateboarding zusammenpasst. Die Leute denken: 'Du musst vorsichtig sein. Du bist eine Mama. Du darfst dich nicht verletzen.' Aber man kommt durch die Mutterschaft an einen Punkt, an dem man sich weniger darum kümmert, was die Leute von einem denken. Und es ist eigentlich eine großartige Zeit, etwas Neues zu lernen und mutig zu sein.
Yen: Es ist großartig, sich einfach herauszufordern, nicht wahr?
Felicity: Mein Mann hat neulich zu mir gesagt, es ist, als hättest du deinen Stamm gefunden. Im Skatepark. Ich habe in der Halfpipe mit einer anderen Skater-Mama gepumpt und darüber gesprochen, wie man Läuse aus den Haaren unserer Kinder loswird. Ich dachte: ,Das ist etwas, das nur in der London Skate Mums-Gruppe passieren könnte.'
Jess: Seit diesem Fotoshooting haben wir die Gemeinschaft vergrößert. Wir sind eine POC-geführte Aktzeichengruppe, die sich besonders darauf konzentriert, unterrepräsentierte Körpertypen in der Kunstwelt zu fördern. Und wir haben die Anzahl der Standorte erweitert und verschiedene Arten von Sitzungen abgehalten. Wir haben mit Orten wie der National Gallery, der Royal Academy, den Kew Gardens zusammengearbeitet. Und wir haben das Angebot an Modellen und Tutor*innen wirklich erweitert.


Jess: Für mich ist die Gemeinschaft ein so wichtiger Teil meines Lebens. Sie hat mich nicht nur durch die Pandemie gebracht, die eine wirklich dunkle Zeit war. Seit meinem Coming-Outgibt sie mir Wurzeln.
Dwayne: Ich denke, in einer Stadt wie London ist es sehr einfach, sich isoliert zu fühlen. Da ich aus einem kleineren Land komme, war Gemeinschaft dort ziemlich automatisch. Aber hier muss man wirklich danach suchen.
Jess: Und Teil einer Gemeinschaft zu sein, bedeutet, Menschen zu haben, die für dich da sind und die Verantwortung zu haben, auch für sie da zu sein. Es ist also ein Geben und Nehmen. Man fühlt sich aufgefangen.
Dwayne: Es gibt dir das Gefühl, Teil von etwas Größerem als dir selbst zu sein.
Jess: Etwas, das dich verankert. Zu dem du in Zeiten von Glück oder Traurigkeit, in Stärke oder Not zurückkehren kannst. Es ist etwas, das dich zusammenhält und voranbringt. Und es ist wirklich wichtig, dass wir alle die Gemeinschaft nutzen, um uns gegenseitig zu unterstützen, denn zusammen ist man stärker als allein.
